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Ende der sportlichen Karriere

Die letzten Wochen waren geprägt von der Vorbereitung auf den Abschluss unserer Ausbildung bei der saarländischen Landespolizei im Oktober, aber vor allem von Überlegungen wie wir unsere Zukunft gestalten werden.

Seit gestern ist nun klar, dass wir unsere sportliche Karriere nach den Deutschen Meisterschaften, 11.- 13. Oktober in Münster, beenden werden.

Nach zwei Olympiateilnahmen, drei Siegen bei Weltmeister- und einem bei Europameistersterschaften sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen nun Beruf und Familie in den Vordergrund zu rücken.

Weiterhin werden wir im Verein aktiv bleiben und versuchen, die Unterstützung die wir in den letzten 20 Jahren erfahren haben zurück zugeben.

Wir möchten uns bereits jetzt bei allen für die Unterstützung bedanken.

Bis bald
Jochen und Martin



Das A-Finale bleibt leider ein Traum - B-Finale am Donnerstag

Die Enttäuschung ist groß, dass es fürs A-Finale nicht gerreicht hat. 1850m lang lagen wir auf dem 3. Platz der fürs A-Finale gerreicht hatte, aber die Strecke ist halt 2000m lang.
Trotz aller Enttäuschung sind wir aber auch zufrieden. Gestern abend saßen wir zusammen und haben gesagt, wir müssen unser bestes Rennen fahren, dann haben wir eine Chance.
Vom Start an gingen wir das Tempo der Briten und Schweizer mit und konnten uns im Mittelteil sogar von den Booten aus USA, Tschechien und den Niederlande ein wenig lösen. Im Endspurt haten wir allerdings keine Chance gegen "die fliegenden Holländer" und mussten uns mit Platz 4 begnügen.
Alles in allem sind heute unser bestes Rennen gefahren, aber drei andere Boote waren einfach schneller. Das müssen wir so akzeptieren.

Am Donnerstag steht nun für uns das B-Finale an. Dort wollen wir nochmals zeigen was wir können.

Das ist das schöne am Sport und im Leben - es geht immer weiter!

Die Spiele sind eröffnet - mit gutem Vorlauf direkt ins Halbfinale

Am Freitag Abend war es endlich soweit, die Spiele wurden mit einer grandiosen Eröffnungsfeier eröffnet.
Wir konnten bei diesem Spektakel leider nicht mit dabei sein und mit den anderen deutschen Athleten ins Olympiastadion einlaufen. So verfolgten wir einen Teil der Feier mit vielen anderen Athleten auf einer Leinwand im Aufenthaltsraum in unserem Olympischen Dorf in Egham.

Nach 8 Wochen Vorbereitung stand am Samstag mit dem Vorlauf unserer erster Start bei dieser Olympischen Regatta an. Mit Australien (Weltmeister 2011) und Großbritannien (Sieger letzter World Cup) im Lauf sollten wir auch direkt erfahren ob wir uns in den letzten Wochen verbessert haben.

Vom Start an konnten wir das Tempo der Australier und Briten mitgehen und verschafften uns ein wenig Luft auf das tschechische Boot, da nur 3 Boote den direkten Sprung ins Halbfinale schafften. Nach ca 600m konnten Sich die Australier und Briten ein wenig lösen und wir folgten mit ca 2 Sekunden Rückstand. Im Endspurt schoben sich die Tschechen nochmals an uns heran so das wir wiederum Spurten mussten um den Halbfinaleinzug zu sichern. Damit verkürzten wir auch den Rückstand auf die Australier. Am Ende siegten die Briten mit knapp 1,9 Sekunden vor Australien und 2,7 Sekunden vor uns. Somit zogen wir direkt ins Halbfinale am Dienstag ein.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass wir den Rückstand auf das britische Boot in den letzten Wochen verkürzen konnten, dennoch müssen wir uns am Dienstag nochmals steigern um ins Finale am Donnerstag einzuziehen.

Die Kulisse war bereits am Samstag mit 26.000 Zuschauern absolut Final-würdig.

In den nächsten beiden Tagen werden wir uns von diesem Vorlauf erholen und auf das entscheidende Halbfinale am Dienstag vorbereiten.

Vorlauf ausgelost - Es geht endlich wieder los

Fast genau 4 Jahre ist es her - der Leichtgewichts-Vierer wurde in Peking krankheitsbedingt abgemeldet. Das war bitter, aber es ist auch 4 Jahre her!!

4 Jahre mit hartem Training sind überstanden. Viele tausend Kilometer in einem Boot, von denen einige auch keinen Spaß gemacht haben. Viele Tage an denen gefühlt jeder Muskel schmerzte.
Aber auch 4 erfolgreiche Jahre - zwei WM Titel, EM Gold und Silber, sowie fünf Deutsche Meister Titel und natürlich die Nominierung zu den Olympischen Spielen 2012!!

Morgen geht es endlich wieder los, die Spiele werden eröffnet.

Einen Tag später, am Samstag um 11.10 Uhr starten dann auch wir in die Olympische Regatta. Wir werden zusammen mit Tschechien, Australien und Großbritannien an den Start gehen. Die ersten drei Boote qualifizieren sich direkt für das Halbfinale am Dienstag, der vierte muss am Sonntag nochmal um einen Platz dafür kämpfen.

Das Rennen am Samstag ist auch der Grund, warum wir nicht mit ins Olympiastadion einlaufen werden. Allerdings werden wir zumindest einen Teil der Feier mit den anderen Athleten hier im Olympischen Dorf verfolgen.

Trotzdem ist die Vorfreude bereits jetzt riesig und wir warten auf darauf, dass das Olympische Feuer endlich wieder brennt.



London 2012 - Wir sind angekommen

Heute war es endlich soweit - Reisetag!

Um 10 Uhr holte uns der lang ersehnte Bus in Ratzburg ab und brachte uns zum Flughafen nach Hamburg.
Von dort ging es mit Lufthansa Flug LH3392 nach London. Nach einer großen Schleife über die Innenstadt inklusive einer tollen Aussicht auf den Olympia-Park u.a. mit Olympiastadion und Olympischem Dorf.
Dafür vielen Dank an die britische Flugsicherung da wir diesen Bereich bis zum Abschluss unseres Wettkampfs nicht mehr sehen werden.
Nach einer weiteren Busfahrt erreichten wir dann unser Domizil - das Olympische Dorf der Ruderer und Kanuten in Egham.
Ohne große Pause gings dann auch direkt zur Strecke um unser Boot abzuladen und die ersten Kilometer zu rudern.

Morgen werden wir dann 2 mal rudern. Dann gibts auch mehr Infos zu unserem Dorf, zur Strecke und unserem Plan bis zum Vorlauf am Samstag.

Olympische Spiele London 2012 - Wir sind dabei

 In den Tagen um den WorldCup in München gab nochmals Diskussionen unseren Vierer mit Lars Wichert und Bastian Seibt gegebenenfalls neu zu selektieren. Dazu startete in unserer Abwesenheit in München ein Vierer mit unseren letztjährigen Boots-Partnern Jost und Matthias Schömann-Finck sowie Christian Hochbruck und Jonas Schützeberg.

Da allerdings auch dieser Vierer in München das A-Finale verpasste erhielten wir grünes Licht für unsere zweite Olympia-Teilnahme.

Es ist nun also offiziell, aber geschafft ist noch nichts. Mit Platz 6 in Belgrad und Platz 8 in Luzern sind wir  nicht zufrieden. Daher heißt es nun die beiden Trainingslager in Breisach und Ratzeburg zu nutzen um einen deutlichen Sprung zu machen.

2. Platz beim Frühtest - London zum Greifen nah

Wie bereits im letzten Jahr, wurde auch dieses Jahr die Entscheidung über den schnellsten deutschen Leichtgewichts-Zweier in Köln gefällt.
Nach der Niederlage in Duisburg gegen Bastian Seibt/Lars Wichert vor 3 Wochen in Duisburg, wollten wir hier natürlich den Spieß umdrehen.

Im Vorlauf lief alles nach Plan und wir qualifizierten uns mit einem souveränen Sieg fürs Finale.

Im Finale erwischten wir den Start nicht wie gewünscht und Lars und Bastian führten mit ca. einer Sekunde. Diesen Rückstand versuchten wir immer wieder bei starkem Schiebewind zu verkürzen, aber es gelang über die gesamte Strecke nicht. Somit mussten wir uns den beiden erneut geschlagen geben. Allerdings stand mit 6:29 min eine neue persönliche Bestzeit für uns zu Buche.

Dieses Ergebnis bedeutet für uns, dass wir beim WorldCup in Belgrad (4.-6. Mai) zusammen mit Lars/Bastian an den Start gehen werden. Dort eine Top-Leistung und der Kampf um die Olympia-Tickets wäre so gut wie entschieden.